Die Lösungen

Wir von respeggt möchten einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass das Kükentöten beendet wird.
Derzeit bieten wir dazu drei Lösungen an, die wir Ihnen hier im Detail vorstellen:

Das SELEGGT-Verfahren –
die Geschlechtsbestimmung im Brutei

Mithilfe des patentierten SELEGGT-Verfahrens kann respeggt den Schlupf männlicher Küken verhindern und ihnen dadurch ein Schicksal ersparen, das aus ethischer Sicht sehr zweifelhaft ist.

Dieses Verfahren basiert auf der endokrinologischen Geschlechtsbestimmung im Brutei, bei der durch eine Hormonanalyse ermittelt wird, ob es sich um ein männliches oder weibliches Brutei handelt.

Laserperforation der Eischale

Bereits am 9. Tag des Brutprozesses wird den Bruteiern ein kleiner Tropfen Flüssigkeit entnommen. Die Flüssigkeitsentnahme geschieht non-invasiv. Das Innere des Bruteis wird also nicht berührt und bleibt unversehrt.

Der entnommene Tropfen wird nun außerhalb des Bruteis in einen patentierten Marker gegeben. Daraufhin erfolgt eine Reaktion mit einer eindeutigen Farbänderung der Probe, an der man sofort ablesen kann, ob es sich um ein männliches oder weibliches Brutei handelt.

Anschließend werden die männlichen und weiblichen Bruteier entsprechend sortiert. Die männlichen Bruteier werden zu hochwertigem Tierfuttermittel verarbeitet und sind ein wichtiger Bestandteil der Futterrezepturen von Nutztieren.

Die weiblichen Bruteier werden weiter ausgebrütet. Somit schlüpfen nach 21 Bruttagen nur noch weibliche Küken, die dann als Legehennen die respeggt-Eier legen.

Im folgenden Video erklären wir Ihnen im Detail, wie das SELEGGT-Verfahren funktioniert.

Die Geschlechtsbestimmung im Brutei durch das SELEGGT-Verfahren basiert auf einem weltweit einzigartigen, patentierten Verfahren zur endokrinologischen Geschlechtsbestimmung im Brutei, das von der SELEGGT GmbH entwickelt wurde. Die Grundlagenforschung für dieses Verfahren stammt von Forscherinnen und Forschern der Universität Leipzig.

Weitere Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Brutei

Die Unternehmen PlantEGG und IN OVO führen ebenfalls am 9. Bruttag Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Brutei durch.
respeggt erkennt diese beiden Verfahren als nachhaltige Lösungen gegen das Kükentöten an und bietet für deren Lieferketten ebenfalls eine respeggt-Lieferkettenverifizierung an. So können Eier aus einer PlantEGG- oder In Ovo-Lieferkette ebenfalls mit dem respeggt-Herzsiegel vermarktet werden.

Die respeggt-Bruderhahnmast

Bei der respeggt-Bruderhahnmast werden die Brüder der respeggt-Legehennen ausgebrütet und aufgezogen. Diese Aufzucht dauert mehr als doppelt so lang wie eine vergleichbare Mast von konventionellen Masthähnchen und verbraucht zusätzliche Ressourcen, wie z. B. Futtermittel. Die Bruderhahnmast ist deshalb aus Sicht von respeggt nicht die nachhaltigste Lösung zum Beenden des Kükentötens. Dennoch ist sie z. B. zur Umstellung eines ganzen Landes auf „Ohne Kükentöten“ eine hilfreiche Brückenlösung. Um diese Umstellung zu ermöglichen, bietet respeggt die Lieferkettenverifizierung ebenfalls für die Bruderhahnmast an.

Dafür hat respeggt eigene, hohe Anforderungen definiert. Diese umfassen unter anderem:

  • Die weiblichen und männlichen Küken kommen aus demselben Schlupf.
  • Es gibt Beschäftigungsmaterial wie z. B. Picksteine oder Strohballen und Sitzstangen als Abwechslung zum Stallboden.
  • Das Futter ist frei von Gentechnik.
  • Die Schnäbel werden nicht gekürzt.
  • Das Fleisch der respeggt-Bruderhähne muss später zu hochwertigen Lebensmitteln weiterverarbeitet werden.

Nur so kann eine tiergerechte Haltung erfolgen und die Garantie „Ohne Kükentöten“ von respeggt gegeben werden. Die weiblichen respeggt-Küken werden zu respeggt-Legehennen herangezogen, die dann später die respeggt-Eier legen.